Basement

temporärer Ausstellungsort für Kunst der Gegenwart
des Fachbereich Kultur Charlottenburg-Wilmersdorf
- zwischen Europa-Center Berlin und Weltkugelbrunnen gelegen -

Susanne Wehland, Frühling, Epoxidharz, 30 x 22 cm, 2007, Foto: Bernd Borchardt, © VG Bild-Kunst

"Hier und Jetzt"

Ausstellung vom 27. Januar bis 30. März 2023

Alle Informationen hier.

"Hier und Jetzt" ist die erste von insgesamt vier Ausstellungen im Basement in 2023, dem neuen temporären Standort für die Kunst der Gegenwart des Fachbereich Kultur Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Basement, zwischen Europa-Center Berlin und Weltkugelbrunnen gelegen, versteht sich als Schnittstelle zur Kunst im Stadtraum.

Die erste Ausstellung dokumentiert und reflektiert künstlerische Positionen von Künstlerinnen und Künstlern, die "Hier" das Stadtbild in der Umgebung von Tauentziehn und Gedächtniskirche in den 80er Jahren bis heute maßgeblich geprägt haben. Zur Erinnerung an diese Berliner Kunstschaffenden sind in der Ausstellung "Jetzt" ausgewählte Werke versammelt, die sich auf die Arbeiten in der Umgebung beziehen. Die Kunstwerke im Außenraum müssen in der Ausstellung selbst imaginiert werden; die Besucherinnen werden aufgefordert sich mit diesen Arbeiten aus den siebziger und achtziger Jahren im Kontext der zeitgenössischen Kunst neu auseinander zu setzen. In der Ausstellung sind diesen ausgewählte Werken aktuelle künstlerische Positionen gegenübergestellt und verweisen auf eine gemeinsame Bildsprache, Überlagerungen und Schnittstellen zwischen den Strömungen der Kunst der 70er und 80er Jahren und aktuellen zeitgenössi-schen Positionen.

Die Berliner Bildhauerin Susanne Wehland hat am "Weltkugelbrunnen", 1981-1983, mitgearbeitet. In der Ausstellung zeigt sie figurative Wandfriese; dem gegenüber stehen Werke von Cécile Dupaquier, aus der Serie "Tableau" von 2022. Die Malereien aus der Werkgruppe "Cosmos", 2018, von Carlos Silva stehen im Kontext zu den markanten Stahlskulpturen von Brigitte und Martin Matschinski-Denninghof. In Anlehnung an die Skupltur "Berlin", 1987, auf dem Tauentzien sind in der Ausstellung zwei Papierarbeiten des Künstlerpaares Matsch-inski-Denninghof zu sehen.

Die "Uhr der fließenden Zeit", 1982, von Bernard Gitton, im Atrium des Europa Center Berlin, findet seine Fortsetzung in der Werkgruppe Tracht und Habitus, 2020, von Markus Wirthmann. Die stählerne Arbeit "==", 2021, von Anne Gathmann ist im Kontext der Lichtskulp-tur "Obelisk", 1987, von Heinz Mack zu betrachten; er schuf einen zweiten Obelisken aus Stahl, der sich am Ende des Kurfürstendamms, am Henriettenplatz, befindet.

Das Model einer Stahlskulptur von Jakob R. Maier, "Stahlskulptur 74", steht als Stellvertreter für die verschwundene zeitgenössische Kunst im Stadtraum. Diese Skulptur wurde in den 70er und 80er Jahren mehrmals in Berlin aufgestellt. Lediglich einige Fotografien und ein Editionsmodell zeugen von dem künstlerischen Schaffen von Jakob R. Maier, der von 1971-1998 Professor für Metallbildhauerei an der Hochschule für bildende Künste lehrte. Der Kurator Oliver Möst hat dazu als assoziative Bilder für das Verschwinden die Werke "Zoe", 2013 von Pedro Boese und von Peter K. Koch, o.T. (Captain), 2022, ausgewählt.

Carlos Silva, Cosmos 1-6, Jahr: 2018, Technik: Zeichentusche, Acryl auf Papier, Maße: 100 x 70 cm