Iryna Vorona. Im Angesicht des Krieges
Ausstellung vom 27. Februar bis 10. Mai 2026
Eröffnung am Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 18 Uhr
Ob mit feinen Linien oder expressivem Strich – die Werke der ukrainischen Künstlerin Iryna Vorona (*1987) halten mit großer emotionaler Intensität die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Zivilbevölkerung von Kyjiw fest. Sie schafft eindrückliche Porträts in Kohle auf Papier, die besonders Kinder, Frauen und alte Menschen in den Blick nehmen und so zu einem visuellen Tagebuch der inhumanen Effekte des Konflikts werden. Ausgehend von persönlichen Erlebnissen und Begegnungen thematisiert die Künstlerin auch erzwungene Migration und die Anpassung an neue Umgebungen. Iryna Voronas Werke zeugen von individuellem Leid, aber auch von Zusammenhalt, Widerstandskraft und der Hoffnung auf Frieden, und geben somit ein Zeichen der Zuversicht.
Die Ausstellung findet im Zusammenhang des vierten Jahrestages des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine statt. Sie ist in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg entstanden, wo sie vom 26. Februar bis 25. Mai 2025 zu sehen war.
Rahmenprogramm
11. März 2026 um 18 Uhr Künstlerinnengespräch
28. April 2026, 14 – 16 Uhr Künstlerinnengespräch
10. Mai 2026 um 16 Uhr Finissage in Anwesenheit der Künstlerin
Erzählcafe
Termine
Dienstag, 10. März 2026, 14 – 16 Uhr mit Iryna Vorona
Samstag, 21. März 2026, 13 – 15 Uhr
Dienstag, 28. April 2026, 14 – 16 Uhr
Die Kommunale Galerie Berlin lädt zusammen mit Anastasia Cherepakha zum Erzählcafé ein.
Die Ausstellung „Iryna Vorona. Im Angesicht des Krieges“ widmet sich den persönlichen, gesellschaftlichen und emotionalen Dimensionen von Kriegserfahrungen. In eindringlichen Arbeiten reflektiert Iryna Vorona Erinnerungen, Verlust, Widerstandskraft und Hoffnung. Ihre Werke eröffnen Räume für Begegnung, Dialog und gegenseitiges Verständnis.Die Sitzgelegenheiten sind eine Einladung zum Verweilen und Austauschen. An vier Terminen moderiert und begleitet Anna Cherepakha hier offene „Kaffeerunden“ für Interessierte und Betroffene.
Die Gesprächsrunden werden mit Übersetzung in Ukrainisch, Deutsch, Englisch und Russisch angeboten. Sie richten sich an alle, die sich persönlich mit dem Thema Krieg auseinandersetzen, Erfahrungen teilen möchten oder Unterstützung und gegenseitige Hilfe im Dialog suchen. Im geschützten Rahmen ermöglichen die Treffen einen offenen Austausch, Begegnung auf Augenhöhe und gemeinsames Nachdenken über Kunst als Form der Verarbeitung und Verständigung.
Während der gesamten Ausstellungszeit liegt ein Erzählbuch aus, das Besucherinnen und Besuchern Platz für persönliche Betrachtungen zu Krieg, Flucht und Exil bietet. Wir freuen uns auf Ihr Kommen, inspirierende Gespräche und ein respektvolles Miteinander.
Anastasia Cherepakha ist Schauspielerin, Künstlerin und Lehrerin.
2014 ist sie aus der Ukraine nach Deutschland gezogen. Ihre Leidenschaft für Darstellende und Bildende Kunst verbindet sie mit sozialem Engagement. Sie zeichnet sich aus durch Erfahrungen in Kunst und Pädagogik, Empathie und Improvisationstalent. Menschen – insbesondere Kinder – werden von ihr kreativ begleitet und zum selbstständigen und reflexiven Denken angeregt.