Eine Zukunft aus Silber und Beton

Partizipative Ausstellung

Efraim Habermann, Hof in Charlottenburg, 1984, C-Print

Ausstellung vom 6. März bis 26. April 2026

Eröffnung am Donnerstag, den 5. März 2026 um 18 Uhr

Welche Patina hat die Zukunft? Aus welchen Stoffen und Farben besteht sie?

Die Ausstellung „Eine Zukunft aus Silber und Beton“ untersucht Zukunftsvorstellungen anhand von Materialästhetiken und öffnet dabei den kuratorischen Handlungsraum für die Besuchenden. Erwartungen und Wünsche an die Zukunft sind häufig in die Patina eingeschrieben: Silberne, glatte Oberflächen gehören spätestens seit Le Corbusiers „Wohnmaschine“ oder Fritz Langs dystopischem Werk „Metropolis“ fest ins Repertoire der Zukunftsbilder. Zukunftsimaginationen bergen aber immer auch Aussagen über die Gegenwart, in der sie gedacht werden. Die Ausstellung gibt kein Narrativ der Zukunft vor, sondern möchte erforschen, welche Zukunft sich die Besuchenden vorstellen.

Die Besuchenden sind dazu eingeladen, die Ausstellungsexponate an vorgegebenen Terminen umzuhängen und sie dadurch in neue Bedeutungszusammenhänge zu bringen. Zudem können die Besucher:innen die Ausstellung durch eigene, mitgebrachte Werken ergänzen, die auf den Themenschwerpunkt reagieren.

In der Kernauswahl befinden sich Werke u.a. von Heinz Mack, Wolf Vostell und Katharina Sieverding, die der Artothek der Kommunalen Galerie entliehen sind. Die Ausstellung ist ein Experiment, das gängige kuratorische Praktiken aufbricht und ihre Modalitäten – etwa Autorität, Autorschaft und Flexibilität – hinterfragt. Anstelle dessen tritt ein kollektives, dialogisches und fluides Prinzip, das durch Interaktion lebendig wird.


An den folgenden Terminen können Sie die Ausstellung aktiv mitgestalten:

Am Abend der Eröffnung
Donnerstag, 5. März 2026 | 18 Uhr

Samstag, 7. März 2026 | 13-15 Uhr
Mittwoch, 11. März 2026 | 16-18 Uhr
Mittwoch, 18. März 2026 | 16-18 Uhr

Samstag, 21. März 2026 | 13-15 Uhr
Mittwoch, 25. März 2026 | 16-18 Uhr
Mittwoch, 8. April 2026 | 16-18 Uhr

Samstag, 11. April 2026 | 13-15 Uhr
Samstag, 18. April 2026 | 13-15 Uhr
Mittwoch, 22. April 2026 | 16-18 Uhr

Hinweis: Gerahmte Werke werden an Haken per Seilhängung angebracht. Eine passende Anbringungsmöglichkeit auf der Rückseite des Werks ist daher notwendig. 


Rahmenprogramm

Donnerstag, 15. April 2026 | 18 Uhr

Bye Curating! Ist das das Ende des Kuratierens?

Ein Gespräch über kuratorische Praktiken mit

Leonie Rösler & Marlene Sichelschmidt | Kunsthistorikerinnen & freies Kuratorinnenduo
Barbara Höffer | Leitung Kommunale Galerie & Fachbereich Kultur des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf
Viviane Linek | Volontärin & Konzeptgeberin der Ausstellung

Ausstellungsansicht im Vorraum der Ausstellung mit dem Titel, den Terminen und den Spielregeln an der Wand.
Das Werkzeug für das Aufhängen der eigenen Werke im Galerie Raum. So liegen auf dem Tisch z.B. Hammer, Wasserwaage, Handschule, Hängeverträge und Weiteres.
Abbildung von den Redenden auf der Ausstellungseröffnung. Hinter dem Mikrofon steht Frau Höffer. Dann von links nach rechts: Viviane Linnek, Heike Schmitt-Schmelz, Norbert Wiesneth
Ein lauschendes Publikum, ca. 100 Personen, stehen auf der anderen Seite des Raumes und hören zu.
Das erste Bild wir von Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz umgehängt. Man sieht sie von hinten.
Eine Künstlerin hängt mit einer zweiten Person ihr Bild auf.
Ein Künstler beginnt für das Hängen seines Motives die Wand zu vermaßen.
Alle Bilder von Piotr Bialoglowicz