Wunderkammer der verschwundenen Gärten

Matilda Nettelbeck, „Wasserläufer, 2026

Ausstellung vom 3. Juli 2026 bis 6. September 2026

Eröffnung am Donnerstag, den 2. Juli 2026 um 18 Uhr 

Die Stadt Berlin wird verdichtet. Landeseigene Grünflächen und Gartengrundstücke, Baulücken und Brachen weichen zunehmend dem Bau von benötigten Wohnungen und öffentlichen Gebäuden. Dazu gehört auch der Schulgarten des Heinz-Berggruen Gymnasiums, der einem Erweiterungsbau der Schule weichen wird. Mit jeder Überbauung verschwinden nicht nur die Menschen, die sich liebevoll um ihre Gärten kümmern, sondern auch die Pflanzen- und Tierwelt, die in diesen städtischen Biotopen ihre Heimat findet. 

Die Wunderkammern vergangener Königs- und Fürstenhäuser enthielten gesammelte, erbeutete und gekaufte Kostbarkeiten und Kuriositäten. Die „Wunderkammer der verschwundenen Gärten“ enthält ungewöhnliche Objekte und überraschende Geschichten, gebaute Artefakte, archäologische Fundstücke; Zeichnungen und Science Fiction. Sie bewahrt imaginär Erfundenes einer verschwindenen und sich wandelnden Natur. In dieser Ausstellung haben junge Menschen frei zum Thema assoziiert. Sie haben Tiere und Pflanzen nicht originalgetreu nachgebaut sondern nach anatomischen und evolutionsbedingten Gesichtspunkten erfunden, entwickelt, modelliert, gezeichnet, fotografiert und beschrieben.

Ein Jahr lang waren 29 Schüler:innen der 9. Klassen Wahlpflichtkurs Kunst, des Heinz-Berggruen-Gymnasiums mit ihren Kunstlehrern Peter Rist und Till Kreische dem Verschwinden und Verwandeln von Natur auf der Spur.  Sie haben eine Wunderkammer geschaffen, die zum Erkunden, Staunen und Nachdenken einlädt.